Die Randbedingungen für ein Fussballfest waren vor dem Spiel geschaffen:
Ideales Wetter, zwei Aufstiegsaspiranten und eine stimmungsvolle Kulisse
ließen auf ein begeisterndes Spiel hoffen.
Die erste Halbzeit begann mit einen Schuss der Magdeburger aus gut 40 Metern
Entfernung, brachte aber keine Gefahr. Die rund 4500 mitgereisten Magdeburger
sorgten für einen hochklassige Atmospäre, von dieser angetrieben begannen die
Gäste schwungvoll. Sie drängten die noch etwas nervösen Leipziger in die eigenen
Hälfte, aber ohne für wirkliche Torgefahr zu sorgen. Der Anfangsscgwung lies
nach beide Teams belauerten sich. Viel K(r)ampf und wenig spielerische Aktionen.
Eine frühe Verletzung zwang Ruud Kaiser zu einem frühen Wechsel. Saalbach musste
mit einer Platzwunde am Kopf das Feld verlassen, für ihn kam Friebertshäuser.
Die ersten Chance auf RB Seite hatte Watzka in der 13. Minute, er kam nach einen
Eckball frei vorm Tor zum Abschluss. Magdeburgs Torwart reagierte glänzend. Der
weiter Spielverlauf war durch viel Ungenauigkeiten und Fehlpässe beider Teams geprägt.
Nach einer knappen halben Chancen gab es auf beiden Seiten eine gute Chance. Nach
einer Flanke von Geißler verpasste der einschussbereite Kutschke den Ball nur knapp.
Praktisch im Gegenzug geht Becker an drei Leipziger vorbei und legt auf Wijks, der
aber keinen kontrollierten Schuss abgeben konnte. Kurz vor dem Pausentee hätten
die Magdeburger fasst die Führung erzielt. rainer Müller verpasste mit einen
Distanzschuss das Tor von Sven Neuhaus nur knapp. Zur Halbzeit stand es 0:0.
Auch in der zweiten Halbzeit steigerte sich das Spiel auf spielerischen Niveau
kaum. Beide Abwhrreihen standen sicher und ließen kaum gefährliche Aktionen im
Strafraum zu. Somit gab es nur Gefahr bei Standarts und Distanzschüssen. In der
55. Minute brachte "Bullen"-Trainer Oral, der vor der Halbzeit schon eine Verwarnung
von Schiedsrichter Manuel Gräfer erhielt, mit Alexander Laas einen neuen Mann
ins Spiel. Die Leipziger hatten in dieser Spielphase leichte Feldvorteile ohne
wirklichen Profit daraus schlagen zu können. Nach einen Einwurf in Nähe der Eckfahne
verlängerte Kutschke den Ball in die Mitte. Dort stand Timo Rost frei und schob den
Ball in die Maschen. Eine kleine Unaufmerksamkeit reichte den Leipzigern um
in Führung zu gehen. Nur eine Minute später die nöchste Standartsituatin für
RB. Müller flankt hoch in den Strafraum und Frahn setzt sich im Kopfballduell
gegen die ABwehrspieler durch und erzielt das 2:0. Ein Schock für die Magdeburger
Spieler, aber ihre Fans sangen trotz des Rückstandes kräftig weiter. In den letzten
zwanzig Minuten ruhte sich RB etwas auf der Führung aus, setzte auf die Defensive
und Konter. Magdeburg versuchte den Anschlusstreffer zu erzielen. Der eingewechselte
Verkic brachte nochmals Schwung bei den Magdeburgern. Ein Distanzschuss flog
nur knapp neben das Tor. Doch zuvor hätte die endgültige Entscheidung fallen
können. Frahn läuft allein aufs Tor zu, wird aber kurz vorm Strafraum mit einem
Foul gestoppt. Da es der letzte Mann war forderten die Leipziger Fans die rote Karte,
aber es gab nur Gelb. Durchaus vertretbar, da noch ein zwei Spieler in der Nähe war.
In der 90 Minute wurde es nochmals spannend. Denn nach einem Fehler von Rost am linken
Starfraumende kam der Magdeburger frei zum flanken. In der Mitte staubte Verkic zum
2:1 Anschlusstreffer ab. Ein letzter Konter hätte RB fast noch das 3:1 beschert, aber
Magdeburgsabwehrspieler rettete für den schon geschlagen Keeper auf der Linie. Trotz
der Brisanz des Spielen wahr es ein sehr faires Spiel.
Unter den 11.431 Zuschauern war auch Red Bull Fussballchef und
RB-Präsident Dietmar Beiersdorfer. Ein Interview mit ihm gibt es bei MDR.de
Einige sportlichen Größen nutzten das Spiel für einen Sonntagsausflug.
Einer von denen war Heiko Weber,
der ehemalige sportliche Leiter von Carl Zeiss Jena galt vor der
Saison als Kannidat für den Trainerposten bei RB. Ob er sich von der Spielweise etwas abgucken wollte?
Auf jeden Fall hatte er zur Mitte der 2. Halbzeit genug gesehen.
Am Ende war es knapper, nicht unverdienter, aber in jedem Falle ein wichtiger
Sieg für RB Leipzig. Spielerisch war es noch nicht überzeugend, die Offensivprobleme (Erspielen von Chancen)
scheinen noch nicht ganz gelöst, aber nun stimmen die Ergebnisse (Chancenverwertung). Nächste Woche
geht es wieder in den Norden zur 2.Mannschaft vom HSV.
Spitzenspiel Part II: RB Leipzig - 1. FC Magdeburg
Sonntag, 12.09.2010, 13.30Uhr Red Bull Arena
Am Sonntag um 13:00 Uhr steht für RB Leipzig das dritte Heimspiel in
der Red Bull Arena. Zu Gast wird dann der derzeitige Tabellenführer
aus Magdeburg sein. Somit steht nach dem Spiel in Kiel wieder ein Spiel
gegen einen Mitfavoriten um den Aufstieg an. Am 5. Spieltag sieht es so
aus als wären alle Aufstiegsaspiranten unter sich. Der Chemnitzer FC tritt
in Halle an und Holstein Kiel reist zur 2. Mannschaft des VfL Wolfsburg.
Damit könnte RB mit einem Sieg im Idealfall den Abstand auf die Tabellenspitze
auf zwei Punkte verkürzen.
Die Magdeburger starteten mit drei Siegen und einem Unentschieden. Darunter
zwei Auswärtssiege bei Lübeck und Wilhelmshaven, zuhause gab ein 1:1
gegen Hamburg II. Zuletzt gab es ein etwas glückliches 1:0 gegen
Oberneuland, dabei war der Siegtreffer ein umstrittener Strafstoß.
Dieser Auftakt ist schon etwas überraschend, denn auch die Magdeburger
um Trainer Ruud Kaiser haben ihren Kader umgestellt. Man holte 14 Neue
und gab genau so viel Spieler ab, dabei verjüngte man den Kader etwas.
In den ersten vier Partien kassierte man nur ein Gegentor, dass spricht
für eine gute Defensivarbeit, wobei die Gegner, bis auf Lübeck, nicht für
Offensivstärke in dieser Saison bekannt sind. Gegen die Leipziger werden sie
wohl auch ein großes Augenmerk auf die Defensive legen, denn die bisherigen
Offensivprobleme der „Bullen“ sind auch nach Magdeburg vorgedrungen. Mit
sieben erzielten Toren in vier Spielen hat man auch ein recht guten Wert.
Von den Stürmern konnte aber bisher nur Dennis Wolf Tore (3) erzielen. Die
beiden neuen Niederländer im Sturm blieben bisher ohne Erfolgserlebnis.
Die Magdeburger werden wohl hoch motiviert nach Leipzig reisen. Dabei werden
sie wohl von über 3000 Anhängern, die einen Boykott des Spiels ablehnten,
unterstützt. FCM-Präsident Rehboldt hat unterdessen mit scharfer Kritik über
RB Leipzig zu Wort gemeldet. Damit heizt er die Stimmung weiter an. Seine Aussagen
Bei den Rasenballern ist die Stimmung nach dem ersten Sieg, ein bis zwei
Kästen Bier und zwei freien Tagen sicher wieder positiv. Trainer Oral, der
nach dem Kiel-Spiel mit deren Co-Trainer aneinander geriet, ließ auf der
Heimfahrt zur Feier des Tages einen ( zwei) Kästen Bier zu. Außerdem gab er
den Spielern Samstag und Sonntag frei. Ab Montag soll aber die ganze Konzentration
auf das Spiel gegen Magdeburg liegen.
Der Sieg gegen Kiel war wichtig und könnte nach einer guten zweiten Halbzeit
für neues Selbstvertrauen gesorgt haben, aber man muss jetzt weiter kräftig Punkten.
Gegen Magdeburg wird wohl eine starke Halbzeit nicht reichen, da muss man über die
vollen 90 Minuten eine gute Leistung bringen. Auch ein schon oft gesehener
Rückstand sollte vermieden werden, denn bisher zeigte sich Magdeburg
Defensiv- und Konterstark. Oral wird wohl wieder die etwas defensivere Taktik
vom Kiel-Spiel wählen. Bei den Personalien wird es auch keine großen Veränderungen
geben. Die Abwehrreihe mit Müller, Sebastian, Hertzsch und Ismaili steht. In der Mitte
bleibt sicher Matchwinner Rost, neben ihn wohl wieder Rosin. Auf der rechten Seite
behält Lewerenz den Vorzug vor dem Ex-Magdeburger Watzka. Links könnte Geißler
beginnen, aber auch der immer bessere werdende Laas wäre eine Alternative.
In Angriff könnte der zuletzt gesperrte Frommer zurück ins Team kommen, wobei
sein Vertreter Kutschke im letzten Spiel eine gute Leistung zeigte. Kammlott,
der noch nicht in Tritt kommt, könnte womöglich eine Pause bekommen.
Auch der DFB sieht die Bedeutung des Spiels - die Partie wird von Fifa-Schiedsrichter
Manuel Gräfe geleitet. Er wird von seinen Assistenten Lasse Koslowski und Matthias Lämmchen
unterstützt.