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Türkiyemspor Berlin - RB Leipzig
In der Anfangsphase war zu sehen wie das Spiel laufen würde. Die Berliner
standen tief in der eigenen Hälfte und machten die Räume eng. RB Leipzig
war zwar die tonangebende Mannschaft und hatte auch mehr Ballbesitz. Chancen
waren aber auf beiden Seiten Mangelware. Die erste kleine Chance für die
Rasenballer hatte Abwehrmann Ingo Hertzsch, der nach einem Standard frei
zum Schuss kam. Dieser brachte aber nur eine ungefährliche Ecke ein. In der
ersten halben Stunde schien es so, dass nicht nur der Rasen unter der
Hauptstadtkälte leiden würde. Das einzig Positive war, dass die zuletzt
schwächelnde Defensivreihe, die mit Tim Sebastian und Fabian Franke neu
besetzt wurde, kaum Schwäche zeigte. Aber sie wurde von den Gastgebern
kaum gefordert. In der 38. Minute musste Ersatzkeeper Christopher Gäng nach
einen direkten Freistoss das erste mal eingreifen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff
wurden die Berliner mutiger und konnten sich ein paar kleinere Chancen erarbeiten.
Aber zur Halzeit stand er verdient 0:0. Nach dem Spiel gegen Kiel musste man sehen,
dass sich die "Bullen" sehr schwer mit der defensiv eingestellten Team tun.
Offensiv war nicht viel Kreativität zu sehen, im Gegensatz hatte man aber
in der Defensive alles unter Kontrolle.
Zu Beginn der zweiten Halbzeit zeigten sich die Leipziger gewillt, die Abwehrreihe
der Berliner knacken zu können. Die erste Chance hatte Rockenbach mit einem
Fernschuss, im Gegenzug hätten die Gastgeber fast die Chance auf die Führung
bekommen, aber der Angreifer rutschte weg. Für den ersten wirklichen Aufreger
sorgte wieder Da Silva, der im Strafraum zu Fall gebracht wird. Den fälligen
Elfmeter versenkte Frahn zum 1:0 in der 55.Minute. Es war der siebte Treffer
für den Stürmer. Damit war die Abwehrreihe gebrochen. Nur fünf Minuten später
konnten sorgte ein Eigentor für das 2:0, nach einem Freisstoß von Rockenbach
wehrt die Berliner Abwehrmann in eigene Tor ab. Die Führung brachte wieder
Sicherheit ins Spiel der Leipziger. Jetzt lief es auch im Offensivspiel deutlich
besser. Carsten Kammlott erhöhte mit einem schönen Schuss auf 3:0. Mit der klaren
Führung war dann auch der Widerstand der Gastgeber gebrochen. Die Rasenballer
spielten souverän die letzten Spielminuten herunter. Es waren durchaus noch
Chancen für weitere Tore da, aber das wäre im Hinblick auf die respektable
Leistung der Berlin zu viel gewesen.
Am Ende steht ein verdienter Sieg, aber auch ein Spiel ohne großen Glanz. In
der ersten Halbzeit tat man sich gegen defensiv eingestellte Berliner schwer.
Ein Elfmeter konnte sorgte dann für die engültige Wendung im Spiel. Am Sonntag
reist man zum krisengeschüttelten 1.FC Magdeburg. Dort wird man auf mehr
Gegenwehr stoßen, aber trotzdem wollen die "Bullen" drei Punkte aus Magdeburg
entführen.
So spielten sie:
Gäng - Hertzsch, Kläsener, Sebastian, Franke - Baier (Laas 72.), Rosin, Kammlott (Watzka 78.), Schinke, Rockenbach (Kutschke 84.) - Frahn
Tore: 0:1 Frahn (56.Minute/Elfmeter) 0:2 Eigentor (61.) 0:3 Kammlott (70.)
Wiedergutmachung in Berlin
Am Mittwoch geht es für die Leipziger zum Nachholspiel gegen Türkiyemspor
Berlin. Nach der herben Heimpleite gegen Holstein Kiel und viel Unruhe
im Umfeld gilt es nun die volle Konzentration auf das nächste Spiel zu
lenken. Trotz das selbst die Vereinsverantwortlichen den Aufstieg abgeschrieben
haben wurde dem Trainer nochmals der Rücken gestärkt. Aber dies war sicher
kein Freifahrtsschein für Oral. In den nächsten Spielen sollen trotz allem
Weiterentwicklungen und Verbesserungen erkennbar werden.
Auch wenn es nicht mehr um den Aufstieg geht sind Erfolge wichtig, besonders
im Hinblick auf die Fans und Medien. Daher kann man gespannt auf die Reaktion
der Spieler blicken, kommt eine Trotzreaktion oder wird man eher Verunsichert
auftreten? Statistisch betrachtet ist Türkiyemspor ein guter Gegner für eine
Wiedergutmachung, aber unterschätzen dürfen die Spieler den Gegner nicht. In
den letzten Spielen zeigen sich die Berliner stabiler und im Hinspiel gab es
auch nur ein entäuschendes 1:1.
Personell wird es keine großen Änderungen geben. Sven Neuhaus wird wieder durch
Gäng ersetzt. Einzig Tim Sebatian wird in die Startelf rücken, er soll wieder
Stabilitaät in die Abwehrreihe bringen. Die durchaus gute Offensivreihe wird
unverändert bleiben. Wichtig für einen Erfolg wird neben der Einstellung auch
das Abstellen von induviduellen Fehler sein. Denn auch gegen den Tabellenletzten
müssen alle Spieler konzentriert zu Werke gehen, ansonsten könnte ein weiterer
Misserfolg warten, welches auch dem neuen sportlichen Leiter Thomas Linke nicht gefallen
dürfte.
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